Startseite
Lärmschutzkonzeption
Solarer Lärmschutz
Flüsterasphalt
Unsere Stationen
Politik
Neubau Rastanlage
Wir in den Medien
Presse
Bildergalerie
Kontakt-Formular
Impressum


Sie sind der .... Besucher
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit

 Unsere Stationen


 Solarer Lärmschutz und Flüsterasphalt

Stationen der AG "Lärmschutz-Jetzt!"

Unserer Aktivitäten für einen optimierten Lärmschutz beim Ausbau der Autobahn A10 haben eine mehrjährige „Geschichte“ – die wichtigsten Stationen unserer AG "Lärmschutz-Jetzt!"

►   Gründung AG "Lärmschutz-Jetzt!": Herbst 2009

      ⇒  Vorstellung der Ausbauplanung für die A10 durch die DEGES:
           -  Autobahn soll durchgehend achtspurig werden
           -  Parallelfahrbahnen in Michendorf: Breite von bis zu 12 Spuren
           -  Neubau Raststätte Michendorf Süd mit dann 350 Parkplätzen

►   Eröffnung Bürgerbüro Frühjahr 2010

      ⇒  AG Lärmschutz-Jetzt eröffnet im Ort Michendorf ein eigenes Bürgerbüro

      ⇒  zahlreiche öffentliche Veranstaltungen mit Landes- und Bundespolitik

      ⇒  in festen Öffnungszeiten werden alle Interessierte von der AG informiert

►   Erweiterte Voruntersuchung DEGES vom 09. September 2010

      ⇒  Ergebnis der Studie: Solarer Lärmschutz ist machbar!

►   Flüsterasphalt als Geburtshelfer: 18. Juni 2010

      ⇒  Herr Staatssekretär Mücke vom Bundesverkehrsministerium BMVBS kommt mit
            Medienbeteiligung nach Michendorf: 18. Juni 2010

      ⇒  Erfolg oder Mogelpackung:
            Zusage Flüsterasphalt führt zu erheblich niedrigeren Lärmschutzwänden

►   Kurzkonzept der AG vom 14. Juli 2010

      ⇒  Öffentliche Übergabe an Herrn Staatssekretär Bretschneider vom
           brandenburgischen Infrastrukturministerium MIL

►   Erweiterte Voruntersuchung DEGES vom 09. September 2010

      ⇒  Ergebnis der Studie: solarer Lärmschutz ist machbar

►   Landtagsbeschluss vom 11. November 2010

      ⇒  Einstimmiger Beschluss aller Fraktionen für den solaren Lärmschutz

►   Fachgespräch im Landtag BB vom 17. November 2010

      ⇒  Fachgespräch „Solare Autobahn“ im Landtag Brandenburg

      ⇒  Herr Reuter, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebes Straßenwesen gibt
           den Start des Interessenbekundungsverfahrens bekannt

►   Konstituierung Projektbeirat am 02. Dezember 2010

      ⇒  Mitglieder: Landesministerien (MIL und MUGV), Landesbetrieb Straßenwesen,
           DEGES, Gemeinde Michendorf und AG Lärmschutz-Jetzt

      ⇒ Von Dezember 2010 bis Ende 2012 insgesamt 15 Sitzungen des Beirates

►   Interessenbekundungsverfahren bis zum 18. April 2011

      ⇒  Europaweites Verfahren als erste Stufe der Investorensuche

      ⇒  AG sitzt bei anschließenden Investorengesprächen mit am Tisch

►   Projekt wird Leuchtturmprojekt des BMVBS

      ⇒  Pressekonferenz von BMVBS und MIL am 01. August 2011

►   Erweiterter Lärmschutz für Langerwisch: August 2011

      ⇒  AG  legt Konzept für erweiterten Lärmschutz für die Ortslage Langerwisch vor

      ⇒  Konzept sieht Anlage eines Recyclingwalls mit PV-Belegung vor

►   Erörterungstermine bis September 2011

      ⇒  AG  mit über 300 Vollmachten Bürgerinnen und Bürger im Anhörungsverfahren

      ⇒  Solarer Lärmschutz als Variante 7a in Planfeststellungsverfahren eingebracht

►   Referenzentwurf der DEGES vom Oktober 2011

      ⇒  Erste Stufe der Detailplanung

►   Grundsatzbeschluss Gemeindevertretung: Oktober 2011

      ⇒  positiver Grundsatzbeschluss zum erweiterten Lärmschutz für Langerwisch

►   Neue Naturschutzmaßnahmen: Februar 2012

      ⇒  DEGES legt neue Naturschutzmaßnahmen in der Gemeinde Michendorf  vor

►   Ausschreibungsunterlagen und Vertragsentwurf - Jahr 2012

      ⇒  Feinabstimmungen zwischen BMVBS, MIL, DEGES, AG "Lärmschutz-Jetzt!"

►   Erfahrungsaustausch Baden-Württemberg Januar 2013

      ⇒  Erfahrungsaustausch zum solaren Lärmschutz: mit Verkehrsministerium
           des Landes Baden-Württemberg, Regierungspräsidium Stuttgart, Kommunen
           und Baufirmen

►   Planfeststellung: 20. Januar 2013

      ⇒  Flüsterasphalt in der Ortslage Michendorf wird planfestgestellt

      ⇒  Solarer Lärmschutz wird als eine Variante planfestgestellt

►   Vier Bürgerversammlungen

      ⇒  AG Lärmschutz informiert auf insgesamt vier Bürgerversammlungen zum Projekt

►   Ausschreibung vom September 2013 bis Oktober 2014

      ⇒  Ausschreibung solare Lärmschutzwände als ÖPP Projekt

      ⇒  gleichzeitig Diskussion um das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in 2013
           und 2014, im August 2014 tritt vollkommen neues EEG in Kraft

      ⇒  Beendigung Ausschreibung im Oktober 2014 ohne Angebot

►   Zweite Ausschreibung: März 2015

      ⇒  MIL und DEGES starten am 23. März eine zweite Ausschreibung

      ⇒  Landesbeteiligung an Anschubfinanzierung, diese beträgt max. 21,49 Mio EUR

►   Zweite Ausschreibung abgebrochen: September 2015

      ⇒  Nach zweiter Ausschreibungsrunde liegt ein technisch machbares und finanzierbares Angebot
          für solare Lärmschutzwände vor 

      ⇒  trotz dieses Angebotes bricht die brandenburgische Infrastrukturministerin Frau Schneider die
           Ausschreibung ergebnislos ab

      ⇒  solare Lärmschutzwände werden NICHT gebaut

►   Baustart: Erster Spatenstich am 5. April 2016

      ⇒  Landes- und Bundespolitik feiern sich selbst beim ersten Spatenstich zum Ausbau der A10

      ⇒  Harte Zeiten für Michendorf: vier Jahre Baustelle, deutliche Zunahme an Verkehr und kein 
           optimierter Lärmschutz


 

Die vierte Bürgerversmmlung der AG "Lärmschutz-Jetzt!"


 Informationsveranstaltung zum Planfeststellungsbeschluss 

Am 11. März 2013  haben wir auf unserer vierten Bürgerversammlung zum aktuellen Planfeststellungsbeschluss, Ausbau der Autobahn und Neubau der Rastanlage Michendorf Süd, informiert. Zusätzlich haben wir auch über unseren Vorschlag für ein Ergänzungsprojekt berichtet, dass als Projekt der Gemeinde Michendorf außerhalb des Ausbauvorhabens im Bereich des Ortes Langerwisch realisiert werden könnte.

  Alle Vorträge können Sie hier nachlesen.


 


 
Planfestellungsbeschluss liegt vor!

Baurecht für den Autobahnausbau und den Neubau der Rastanlage
 


Seit dem 29. Januar 2013 liegt der Planfeststellungsbeschluss für den achtstreifigen Ausbau der A10 und den Neubau der Rastanlage Michendorf-Süd vor. Dieser Beschluss lag zur Einsicht in der Gemeindeverwaltung aus.

Sie können den Beschluss und die dazugehörigen Karten hier als PDF-Datei herunter laden:

Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau A10 8-streifig (PDF 887 KB)

Übersichtsplan zum Ausbau A10 8-streifig (PDF 10,1 MB)

Übersichtsplan zum Ausbau Tank- und Rastanlage (PDF 3,3 MB)

Die AG "Lärmschutz-Jetzt!" hat diesen Beschluss geprüft und bewertet, diese Bewertung haben wir auf unserer vierten Bürgerversammlung am 11. März 2013 vorgestellt und diskutiert. Zusammenfassend kann man feststellen, dass mit dem Planfeststellungbeschluss drei wichtige Forderungen verbindlich in die Planung aufgenommen wurden:

- Einbau von Flüsterasphalt

- Festlegung des Erneuerungszeitraumes des Flüsterasphaltes

- Maximal hohe Wände im Ortsbereich Michendorf Zusätzlich konnten wir auch erreichen, dass nun wesentlich mehr Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Naturschutzmaßnahmen) in der Gemeinde Michendorf realisiert werden.

Leider konnten wir aber nicht alle Forderungen umsetzen, die im Vorfeld diskutiert wurden. Nicht umsetzen konnten wir:

- Weitere Lärmschutzwände im Mittelstreifenbereich

- Verringerung der Ausbaubreite der A10

- Zusätzlicher Schutz für Gemeinde Schwielowsee und die Lienewitzseen

- Verringerung der Ausbaugröße der Rastanlage

Im Ergebnis kommen wir zu der Einschätzung, dass ein noch besserer Lärmschutz, als er im Planfeststellungsbeschluss jetzt vorgesehen ist, derzeit nicht erreichbar ist. Da zudem davon auszugehen ist, dass mit diesen Maßnahmen in weiten Teilen der Gemeinde eine Verbesserung der derzeitigen Lärmschutzsituation eintreten wird, bewerten wir dieses Gesamtpaket insgesamt positiv. Einen besseren Lärmschutz werden wir an der A10 nicht bekommen.


 
SOLARER LÄRMSCHUTZ


ZWEI PROJEKTE FÜR DIE ORTE DER GEMEINDE MICHENDORF

Für die Optimierung der Lärmschutzsituation an der A10 
haben wir zwei Projekte initiiert:

Kernprojekt – Solarer Lärmschutz im Ausbaubereich

Das Kernprojekt betrifft den neu auszubauenden Autobahnabschnitt, beginnt also westlich des (bereits ausgebauten) Autobahndreiecks Nuthetal und führt bis zur Höhe des westlichen Ortsrandes von Michendorf. Die solaren Lärmschutzwände sind mittlerweile in die konkrete Planung zum achtspurigen Ausbau der Autobahn eingegangen und es wurde offiziell zugesagt, dass dort ca. 10 m hohe solare Lärmschutzwände installiert werden, wenn dafür ein Investor gefunden wird (blaue Markierung in der Karte). In dieses Projekt soll auch der bestehende Lärmschutzwall bei Wildenbruch einbezogen werden (grüne Markierung in Karte).

Erweiterungsprojekt – Solarer Lärmschutz im bereits ausgebauten Autobahnabschnitt

Um für alle Ortsteile einen durchgehenden optimierten Lärmschutz zu erreichen, haben wir der Gemeinde Michendorf vorgeschlagen, den solaren Lärmschutz für die nach Langerwisch zeigende Nordseite des bereits ausgebauten Autobahnabschnitt der A10 am Autobahndreieck Nuthetal zu ergänzen (gelbe Markierung in der Karte). Über eine Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, in welcher Form das erfolgen könnte und wie ein solches Projekt finanziert werden könnte. Da das Erweiterungsprojekt nicht Teil des Autobahnausbaus ist, muss für eine Realisierung die Gemeinde aktiv werden. 

 

 


 

Schon heute bestimmt die Autobahn A10 einen großen Teil der Lebensqualität in der Gemeinde Michendorf, führt die A10 doch direkt durch die Wohngebiete der Gemeinde. Neben den Schadstoffimmissionen spielt dabei der Lärm eine besondere Rolle.

Darum haben  die Planungen des Bundes für einen achtstreifigen Ausbau dieser Autobahn und einen Neubau der Tank- und Rastanlage Michendorf-Süd auch viele Diskussionen ausgelöst – die im September 2009 dazu führten, dass sich eine kleine Initiative mit Namen

AG "Lärmschutz Jetzt!"

gegründet hat. Zielsetzung der Arbeit sollte insbesondere die Verbesserung des Lärmschutzes bei den Ausbauplanungen sein.

 

NEUE LÄRMSCHUTZKONZEPTION (Stand Februar 2012)

Nachdem wir zunächst die Ausbauplanung mit einem sehr breiten Forderunsgskatalog begleitet haben, mussten wir unsere Aktivitäten im Zuge der Verhandlungen mit den Straßenbaubehörden weiter entwickeln. Wir haben dann auf neue Lärmschutzkonzeption entwickelt, die aus zwei Bausteinen besteht:

  -      Minimierung der Lärmentstehung durch Flüsterasphalt

  -      Maximale Lärmschutzwandhöhen durch Solarer Lärmschutz

Mehr dazu erfahren Sie HIER

 

WAS WAR GEPLANT

  -         Der Ausbau wird zwischen den Autobahndreiecken Nuthetal und Potsdam stattfinden
    => die Autobahn hat dann
durchgehend 8 Fahrspuren!

 -       die Raststätte Michendorf wird auf der Südseite komplett neu gebaut
    => Ausbau von heute 51 Parkflächen auf 350 Parkplätze
    => Gigantische Größe von 12 ha - im Osten bis zur B2
    => kein Lärmschutz für die umliegenden Wohnhäuser

 -       im Bereich von Raststätte und Abfahrt wird es je Fahrtrichtung eine zusätzliche 
         zweispurige Einfädelungsspur geben
    => dort wird die Autobahn zukünftig 12 Fahrspuren haben!

 -       Der Ausbau wird für eine Verkehrszunahme auf 126.000 Kfz pro Tag geplant
    => das ist eine Zunahme auf etwa 150 % des heutigen Verkehrs!

 -       der vorgesehene Lärmschutz sollte  nicht optimal sein
    => es war kein Flüsterasphalt vorgesehen
    => kein Lärmschutz für Langerwisch
    => kein Lärmschutz für Ferch / Lienewitzsee
    => keine Lärmschutzwände auf dem Mittelstreifen geplant

 

WAS HABEN WIR ERREICHT

Wir konnten erreichen, dass vom östlichen Bauanfang bis zur Höhe der Bebauung in Michendorf West ein lärmarmer Asphalt vorgesehen wird. Dieser muss dauerhaft den Lärm um mindestens 5 dB(A) senken. Durch die große Breitenwirkung wird dieser auch Flüsterasphalt genannte Straßenbelag allen Anwohnern im Einbaubereich zugute kommen

Zudem konnten wir sowohl die Politik als auch das Landes- und Bundesverkehrsministerium davon überzeugen, dass Michendorf zum Modellprojekt für eine Verbindung von Photovoltaik und Lärmschutz wird. Mit diesem solaren Lärmschutz könnte es uns gelingen, einen durchgehend 10 Meter hohen Lärmschutz an der Autobahn im Bereich Michendorf/Wildenbruch zu realisieren.

Zusätzlich konnten wir die Gemeinde Michendorf davon überzeugen, für einen Lärmschutzwall auf der Nordseite der Autobahn eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Sollte diese positiv ausfallen und es eine Mehrheit für ein solches Projekt in der Gemeindevertretung geben, dann kann auch ein Lärmschutz für Langerwisch zusätzlich zum Flüsterasphalt Wirklichkeit werden.

Eine Veränderung der Streckenführung und eine Reduzierung der Ausbaubreite insbesondere im Bereich der Parallelfahrbahnen konnten wir hingegen nicht durchsetzen. Auch eine Verringerung der Ausbaugröße der Rastanlage Michendorf-Süd war nicht zu realisieren.

 

DIE ERSTEN FORDERUNGEN DER AG ZUM AUSBAU DER A10 (Stand September 2009):

1.    Einbau von Flüsterasphalt (offenporigen Asphalt – OPA) in die Fahrbahnen

Nur durch diese Maßnahme kann der Lärm bereits am Entstehungsort aktiv verhindert werden – in anderen Bundesländern ist diese Form des Lärmschutzes längst üblich!

2.    Verlängerung der Lärmschutzwände auf der Nordseite

Ohne diese Verlängerung werden zukünftig die östlichen Wohngebiete der Gemeinde Michendorf der Verlärmung schutzlos preisgegeben! Auch für den Schutz der Wohngebiete und Naherholungsgebiete im Bereich Ferch und Lienewitzsee müssen Maßnahmen zum Lärmschutz vorgesehen werden. Weder für Langerwisch noch für Ferch oder den Lienewitzsee gibt es bislang irgendeine Lärmschutzplanung.

3.    Bau von Lärmschutzwänden auf dem Mittelstreifen

Aufgrund der erheblichen Breite der neuen Autobahn ist die Lärmausbreitung nur durch zusätzliche Lärmschutzwände auf dem Mittelstreifen weiter einzugrenzen! denn im Bereich der Raststätte ist die Autobahn sogar mit insgesamt 12 Fahrspuren geplant - und im Bereich der Eisenbahnbrücke westlich der Raststätte werden die Richtungsfahrbahnen der Autobahn aus bautechnischen Gründen nochmals auf die doppelte Breite auseinander gezogen - was die Lärmausbreitung erheblich begünstigt.

4.    Lärmschutzwand für die Parallelfahrbahn

Für die Auffahrt Michendorf in Richtung Magdeburg sind Parallelfahrbahnen geplant, die keinerlei Lärmschutz bekommen sollen, obwohl diese in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung gebaut werden sollen.

5.    Begrenzung der maximalen Höchstgeschwindigkeit

Im gesamten Ausbaubereich ist die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit aus Gründen der Verkehrssicherheit und aus Gründen des Lärmschutzes auf 100 km/h zu beschränken.

6.    Rücknahme der nördlichen Verschwenkung

In den Orten Langerwisch und Michendorf soll die Autobahn nördlich - also in Richtung der Wohnbebauung - verschwenkt werden. Um den Abstand zur Wohnbebauung zumindest zu erhalten sind diese Trassierungen zurück zu nehmen.

7.    Veränderung der geplanten Fahrbahnführung

Im Bereich der Auf- und Abfahrten für die beidseitige Raststätte und die Auf- und Abfahrt sind derzeit Parallelfahrbahnen geplant, die eine Ausbaubreite von insgesamt 12 Fahrspuren ergeben. Diese extreme Breite der Autobahn im Siedlungsbereich begünstigt die Lärmausbreitung sehr stark. Die Ausbaubreite muss daher in diesen Bereichen verringert werden.

8.    Bepflanzung der Randbereiche

Die Randbereiche der Autobahn sind auf mindestens 100 Meter Tiefe vollständig zu bepflanzen.

DIE FORDERUNGEN DER AG ZUM BAU DER RASTANLAGE MICHENDORF-SÜD (Stand: September 2009):

Die Planung für die Rastanlage muss nach unserer Überzeugung gemeinsam mit dem Ausbau der Autobahn A10 betrachtet werden - und für die Gesamtplanung ist auch ein Gesamtkonzept für den Lärmschutz vorzulegen. Derzeit sieht die Planung an der Rastanlage Michendorf-Süd keinerlei Lärmschutzmaßnahmen für die umliegenden Wohngebiete vor.

Die weiteren Forderungen der "AG Lärmschutz Jetzt" zum Bau der Rastanlage Michendorf-Süd:

1.    Neubau und kein Ausbau

Die Planungsunterlagen bewerten die Baumaßnahme als Ausbau. Die Dimension der Planung und die Tatsache, dass von der Rastanlage nur die Tankstelle und das Restaurant stehen bleiben sollen, zeigen aber, dass diese Baumaßnahme als Neubau zu bewerten ist. Wir fordern die Bewertung des Bauvorhabens als Neubau - und damit nicht nur die Anwendung der entsprechenden Immissionsgrenzwerte für einen Neubau sondern auch die Durchführung einer Variantenuntersuchung, die sowohl die Nullvariante (Verzicht auf den Neubau) als auch unterschiedliche Größenvarianten für die Rastanlage einbezieht.

2.    Lärmschutz für die Wohngebiete

Die Planung sieht lediglich einen kleinen Lärmschutzwall für die parkenden LKW-Fahrer vor - die umliegenden Wohngebiete dagegen sollen keinerlei Lärmschutz erhalten. Wir fordern, dass insbesondere für die Wohngebiete Bergheide und Six Lärmschutzmaßnahmen, sowohl auf der Süd- und Ostseite der geplanten Rastanlage errichtet werden, als auch an den Parallelfahrbahnen zwischen der Brücke über die B2 und der Raststättenauffahrt.

3.    Größerer Abstand zur Wohnbebauung

An der Ostseite sollen die LKW-Parkflächen bis kurz vor die Bundesstraße B2 reichen - und damit in direkter Nähe zum Ort Bergheide liegen. Wir fordern, dass die Parkflächen der Rastanlage insbesondere aus Lärmschutzgründen einen größeren Abstand zu den Wohngebieten einhalten und der Bau der 61 LKW-Stellplätze der östlichen Erweiterungsfläche Bergheide ersatzlos gestrichen wird.

4.    Verzicht auf Parallelfahrbahnen

Aufgrund der Nähe der Raststättenauffahrt zur Anschlussstelle Michendorf sollen sogenannte Parallelfahrbahnen gebaut werden, die an dieser Stelle zu einem 12-streifigen Ausbau der Autobahn führen. Diese Ausbaubreite hat wiederum eine starke Ausbreitung des Lärms von der Autobahn zur Folge. Wir fordern, dass die Auffahrtsituation durch eine neue Wegeführung auf dem Raststättengelände soweit Richtung Westen verlegt wird, dass ein ausreichender Abstand zur Abfahrt Michendorf erreicht wird und keine Parallelfahrbahnen notwendig sind.

5.    Veränderung der Lärmschutzeinrichtung für die LKW-Rastplätze

Für die rastenden LKW-Fahrer ist zum Lärmschutz ein kleiner Lärmschutzwall mit einer aufgesetzten Gabionenwand geplant. Wir fordern, dass wegen möglicher Lärmreflektionen für den Ort Michendorf dieser Lärmschutz absorbierende Oberflächen erhält, Lärmschutzeinrichtungen im Mittelstreifenbereich der A10 angebracht werden und dieser Lärmschutzwall so verbessert wird, dass er auch Lärmschutzfunktionen für die Orte Bergheide und Six übernehmen kann.

6.    Ersatzmaßnahmen für Lärmschutz

Ein Großteil der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind in großer Entfernung zur Rastanlage geplant, diese Maßnahmen können daher für die betroffenen Menschen keine Minderung der negativen Auswirkungen der Neubauplanung bewirken. Wir fordern, dass diese Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen so umgeplant werden, dass diese vor Ort realisiert werden und soweit wie möglich auch einem besseren Lärmschutz für die umliegenden Wohngebiete erbringen.

 


   Der offene Brief

Die “AG Lärmschutz Jetzt!” hat bereits vor der Landtagswahl Ende September einen offenen Brief an die Landtagskandidaten von SPD, Linken, CDU, FDP und von Bündnis 90/Die Grünen und an den Bundesverkehrsminister Herrn Tiefensee geschrieben. Darin sind auch unsere Forderungen aufgelistet - den Brief und die Antworten können Sie nachlesen - für den offenen Brief bitte hier klicken, für die Antworten klicken Sie bitte hier.


Um PDF-Dokumente anzeigen zu können, laden Sie hier den  herunter.

"AG Lärmschutz-Jetzt!"
laermschutz_jetzt@gmx.de